Hallo Männer,

jeder zukünftige Bräutigam stellt sich früher oder später die Frage aller Fragen: Wie mache ich meinen Hochzeitsantrag zu einem unvergesslichen Moment für meine Partnerin und mich?

Um es sofort klarzustellen: Ein allgemeines Rezept für den perfekten Antrag gibt es natürlich nicht! Dafür ist das Ganze eine viel zu persönliche Angelegenheit.

Aber es gibt einige Gedanken, die ihr euch machen könnt, um sicherzugehen, dass der Moment für euch perfekt ist und genau wie eure Hochzeit unvergesslich bleibt. Im Folgenden ein paar Denkanstöße zu einzelnen Aspekten des Antrags.

Die alte Schule

Egal wie locker ihr seid oder wie das Rollenverständnis in eurer Beziehung ist – Meiner Meinung nach gehört es zum guten Ton, dass der Mann den Antrag macht. Fast jede Frau wünscht sich (zumindest gemäß Aussage meiner Verlobten), irgendwann die eine Frage gestellt zu bekommen. Wenn ihr zulasst, dass sie euch die Frage stellt, nehmt ihr eurer Partnerin einen der schönsten Momente ihres Lebens – Zögert also bitte nicht zu lange sobald ihr euch sicher seid! Solltet ihr ein gleichgeschlechtliches Paar sein: Viel Spaß beim Wettrennen darum, wer zuerst fragen darf und damit seinem Partner einen unvergesslichen Moment bereitet!

Wenn es euch körperlich möglich ist: Fallt auf die Knie! Es gibt kaum eine romantischere Geste als den einen Kniefall eures Lebens für eure Partnerin zu nutzen. Das ist weder kitschig noch uncool sondern einfach der Beweis, wie wichtig euch die Sache ist.

Fragt ihre Eltern. Denkt daran, dass eure zukünftigen Schwiegereltern ihre Tochter nur einmal im Leben in die Hände eines Bräutigams geben – Wieso sollten wir ihnen diesen Moment verwehren? Für den Bräutigam ist es keine große Sache die Eltern zu fragen. Ein paar ehrliche Worte, die ernsthafte Frage um die Hand ihrer Tochter und es ist erledigt. Für die Eltern dagegen ist auch das ein unvergesslicher Moment im Leben ihrer Tochter. Bedenkt hierbei jedoch, dass ihr eurer Partnerin damit die Möglichkeit nehmt, die erste zu sein, die ihren Eltern von der Verlobung erzählt!

Das Setting – Öffentlich oder privat?

Dieser Punkt hängt ganz entscheidend davon ab, was für Präferenzen eure Partnerin hat. Meine Verlobte beispielsweise bevorzugt es generell, wenig im Mittelpunkt der Öffentlichkeit zu stehen. Entsprechend war für mich von Anfang an klar, dass der Antrag in privatem Umfeld stattfinden soll. Entscheidet also ganz nach den Vorlieben eurer Partnerin. Einer meiner Freunde hat einen Flashmob organisiert, um den Antrag zu machen – sicher auch toll, wenn es zu eurer Partnerin passt!

Der Ort

Ich empfehle euch, einen Ort zu wählen, mit dem ihr und eure Partnerin etwas Gemeinsames verbindet. Das kann genauso euer Garten im eigenen Zuhause wie der Ort eurer Kennenlernens oder ein favorisiertes Urlaubsziel sein. Bedenkt, dass der Ort, an dem ihr den Antrag macht für euch für immer zu etwas ganz Besonderem wird. Wählt also einen Ort aus, an den ihr bei Bedarf jederzeit zurückkehren könnt, um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen – im Besten Fall sogar noch dann, wenn ihr Rentner seid, eure Kinder schon lange aus dem Haus sind und ihr nochmal auf den Moment zurückblicken wollt, an dem eure gemeinsame Reise “so richtig” begonnen hat.

Das Rahmenprogramm – Aufregend oder romantisch?

Der Antrag ist nur ein Moment eines gesamten Tages, den ihr im besten Fall unvergesslich und wunderschön gestaltet. Auch hier hängt die Ausgestaltung wieder entscheidend von euren Vorlieben ab. Wollt ihr, so wie ich, eure Partnerin im Skiurlaub fragen, sind ein paar Stunden auf der Piste, ein leckerer Drink auf der Skihütte, etwas Wellness und ein tolles Abendessen der perfekte Rahmen. Solltet ihr etwas abenteuerlustiger sein, bieten sich je nachdem wo ihr euch befindet größere oder kleinere Aktivitäten von einer Fahrt mit dem Heißluftballon, einem Kochkurs, Bungee-Jumping, Rafting, einer Wanderung auf einen Vulkan (so geschehen bei meinem Bruder!), ein Wellness-Tag, ein Tag am Strand und vieles mehr an. Lasst eurer Kreativität freien Lauf bedenkt aber eines: Je exotischer das Tagesprogramm, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass eure Partnerin den Braten schnuppert. Ihr müsst also individuell abwägen.

Der richtige Zeitpunkt

Habt ihr euch für Ort und Rahmenprogramm entschieden stellt sich im Vorfeld und am Tag selbst die Frage nach dem perfekten Zeitpunkt für den Antrag. Ich empfehle euch, einen groben Plan zu schmieden aber auch bereit zu sein, von diesem Plan abzuweichen, wenn die Stimmung stimmt. Ihr müsst also auf keinen Fall bis zum Abschluss des Rahmenprogramms warten, um die Frage zu stellen. Es ist sicher genauso schön, beim Frühstück am Strand zu fragen und im Anschluss mit dem Boot aufs Meer zu fahren (der Vorteil: Beim Frühstück wird sie niemals damit rechnen, bei einer Bootstour schon eher).

Stellt euch dabei auch die Frage wie sich eure Partnerin den Moment ausgemalt hat. Vermutlich stellt sie sich eher vor, gefragt zu werden während sie ihr Lieblingskleid trägt und frisch geschminkt ist, als wenn sie gerade im Pyjama vom Mittagsschlaf aufwacht. Achtet beim Timing also auch darauf, dass sich eure Partnerin von ihrer besten Seite zeigen kann.

So hatte ich den Verlobungsring den ganzen Tag in meiner Tasche und habe auf den perfekten Moment gewartet. In meinem Fall war das nach dem Skifahren auf unserem Balkon beim Sonnenuntergang aber vor dem eigentlichen Highlight des Tages, dem 7-Gänge Menü im edlen Restaurant (während meine Verlobte bereits für selbiges angezogen und geschminkt war). Und glaubt mir, ihr werdet wissen wann der Moment gekommen ist – Nämlich dann, wenn ihr euch fühlt wie ein kleiner Junge vor dem ersten Schultag, vor dem ersten Sprung vom 10er, vor dem ersten Kuss.

Und vieles mehr…

Neben diesen Basics gibt es natürlich zahlreiche weitere Möglichkeiten, euren Moment zu gestalten. Möchtet ihr den Moment mit Musik untermalen? Möchtet ihr einen schönen Drink vorbereiten, um anzustoßen? Möchtet ihr ihre Freunde und Familie im Vorfeld informieren und eine Überraschungsparty organisieren? Oder gönnt ihr eurer Partnerin den Spaß, allen persönlich Bescheid zu geben?

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